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Wirtschaftswetter-Tipps

Liebe Wirtschaftswetter-Leserinnen und -Leser,

willkommen im Frühling und Sommer 2020 und in den IN und Outs + unsere Lese-, Hör- und Seh - Empfehlungen zum Schwerpunkt "Tombola", und vielen weiteren Themen, anlässlich der Corona-Krise in der Verlängerung.

Schauen Sie wieder öfter herein, die Liste wächst munter bis zum 31. Juli 2020.

IN + OUT Wirtschaftswetter Ins + Outs

IN : Der Generationenkonflikt - angefangen mit den FridaysforFuture-Protesten ist da. Vielleicht aus der unmittelbaren Erfahrung, wie weit ältere Generationen in Politik und Praxis bereit sind, den Klimawandel zu ignorieren, erwächst eine Distanz, der weitere schmerzliche Erkenntnisse folgen, u.a. die, Vorgänger-Generationen könnten es mit der Sorge für die Zukunft nicht ganz so ernst meinen, wie sie in der Vergangenheit stets behaupteten. Derweil beklagt allen voran die gut besetzte Genertion X, sie hätten es satt, lediglich noch als Ressourcen-fressende soziale Gruppe dargestellt zu werden, während sie weiter SUVs kauft, damit durch die Altstadtgassen brettert und sich maximal darüber empört, keine Parkplätze für ihre breiten Fahrgeschosse zu finden. Dabei wird der Trend zur autoarmen Innenstadt (den Lieferverkehr sollte man tunlichst nicht gefährden) immer öfter in die Tat umgesetzt. Zum Beispiel ist der ÖPNV der City-Zone, in einem Teil der Augsburger Innenstadt nun kostenlos, in Luxemburg wird er ab 1. März 2020 ebenfalls kostenlos um die dauerverstopften Straßen zu entlasten. Was im bayerischen Pfaffenhofen, rund 26.000 Einwohner, das seit 2018 mit kostenlosem ÖPNV laboriert, noch nicht so gut bei gewohnten Autofahrern ankommt, könnte sich erst in den kommenden Jahren mit dem Generationswechsel ändern. Die Next Generation hat nämlich noch viele weitere herausfordende Ideen auf ihrer Agenda, die Wirtschaft und Politik beeinflussen werden.


OUT : Die Alles-wird-gut-Maxime hat ausgedient. Nichts wird gut mit einer bald 8- bis 9-Milliarden-Bevölkerung, wenn sie ungerührt so weitermacht wie bisher, als befänden wir uns fortgesetzt in den 1980er Jahren und damit weltweit steigende Lebensrisiken - für alle - fortsetzt. Jeweils vor Ort zählt auch die inzwischen ultra-akute Wohnungsnot dazu. Bei solchen Aussichten, ist die Tendenz den Kopf in den Sand zu stecken zwar verständnlich, so dass der Rückzug ins Private einmal mehr wieder modern geworden ist, aber nicht unbedingt als die beste Lösung gilt. Und was haben die "Sozialen Medien" zur Verbesserung des alltäglichen Miteinanders bisher messbar beigetragen? Ein Thema, das offenbar noch wenig evaluiert wurde....

 

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Bücher:

Gesellschaftpolitischer Krimi. Manche Bücher schreien direkt nach einer Verfilmung. Der Roman "Die Kosmetikerin" (original: "La casa de la belieza") der kolumbianischen Autorin und Journalistin Melba Escobar, im September 2019 in deutscher Sprache erschienen, ist so eines. Die düsteren Bilder, die sie entwirft, oder besser gesagt überall vorfindet, gehen weit über die Grenzen der 8-Millionen-Metorpole Bogota hinaus. In einem hinter den glanzvollen Fassaden der Schönheitssalons verborgenen, von eitlen Macht-Strukturen verwahrlosten Gesellschaftskosmos mit den Zutaten Rassismus, Sexismus, Korruption und daraus zwangläufig folgendem Selbsthass, also all das, was mehr oder weniger ausgeprägt aktuell weltweit vorzufinden ist, werden die weiblichen Protagonistinnen Karen und Claire durch eine allein auf Äußerlichkeiten reduzierte Werteskala dirigiert. Wie tödlich die enden kann, setzt die mit herausragender Beobachtungsgabe ausgestattete Autorin gekonnt in die naheliegende Form eines tiefschwarzen Noir-Thrillers um, der leider viel weniger Fiction ist als man glauben möchte.

Werbung + Angaben zum Buch
Die Kosmetikerin
von Melba Escobar
ISBN 978-3-453-42336-7
Auf deutsch im September 2019 bei Heyne erschienen

Musik im Frühling und Sommer 2020

Bob Dylan - Der 79-jähirge Literatur-Nobelpreisträger, Komponist, Musiker und untermüdliche Barde veröffenticht am 19. Juni 2020 ein überraschend frisch klingendes Werk, das - obacht - in vielen der ausschließlich eigenen Songs vom allgegenwärtigen Tod erzählt, u.a. allein 17. Minuten lang, ausgehend von John F. Kennedy (das im März vorab veröffentlichte "Murder Most Foul"), dessen Ermorderung seinerzeit ein globales Trauma ausgelöst hatte, das bis heute anhält. Wir haben auch schon überlegt, welcher Song wohl der beste in diesem herben Corona-Sommer sein könte, die ultimative Corona-Hymne sozusagen - und gelangten zum Ergebnis, es ist tatsächlich "The Warmth of the Sun" von Brian Wilson, Beach Boys, das es schafft, den passenden Trost zu spenden, wenn alles nur noch schrecklich ist, man nichts mehr hat, außer sich selbst und mit der Erinnerung und allein der Wärme im eigenen Herzen mühsam weiterschleppen muss. Laut Legende ist dieser Song tatsächlich als Reaktion auf Kennedys Tod geschrieben worden. Wem die Höhen in Wilsons Stück nicht so liegen, dem wird der raue Sprechgesang, auf seinem neuen Album in erstaunlich melodischer Stimme vorgetragen, von Bob Dylan gefallen, dessen komplexe, lyrische Rückschau auf die Helden des 20. Jahrhunderts sich auf unnachahmliche Art und Weise keineswegs mit der Vergangenheit aufhält, sondern in die Zukunft weist. Das ist ein echtes Kunsstück, welches wohl kaum ein anderer hinbekommen hätte. "No Direction Home" gilt damit immer noch uneingschränkt, aber 2020 gleichwohl, nun mit der Wärme der Sonne im Herzen, die es gefälligst weiterzutragen gilt.
Bob Dylan - Rough and Rowdy Ways, am 19. Juni 2020 veröffentlicht.

Lieder - spenden eine besonderen Auszeit und Trost in anstrengenden Zeiten und von einer Stimme ist nicht nur die Opernwelt komplett begeistert, zumal die Vielseitigkeit der französischen Sopranistin Patricia Petibon ihr weltweites Publikum immer wieder aufs Neue überzeugt, die 2018 mit dem plötzichen Tod ihres Ehemannes, des Jazz-Geigers und Komponisten Didier Lockwood, umgehen musste. Nun hat sie eine ein neues Album mit Susan Manoff am Klavier herausgebracht mit Liedern über die Liebe, den Tod und das Meer, französisch: L'Amour, la Mort, la Mere, das in seiner emotionalen Tiefe und poetischen Schönheit überzeugt. Es enthält u.a. Lieder von Satie, Rodrigo, Barber, Faure, Tieresen sowie ein wunderschön umgesetztes "Oh My Love" von John Lennon. Hören Lassen sie sich von der Stimme dieser großartigigen Sängerin mitreißen - und trösten.


Trail Ensemble - Fusion vom Allerfeinsten. Eine absolute "Kaufempfehlung" ist das noch relativ neue Trail Ensemble, Schreibweise: Trail Ens. aus Hamburg um den Bassisten Glenn Großmann, die eine höchst erfreuliche Mischung aus Jazz, Folk, Klezmer, Fusion - nicht spielen - sondern erstens selbst komponieren und zweitens genüsslich zelebrieren, inklusive wunderschön gesetztem Chorgesang. Damit können Sie rein gar nichts falsch machen. Sie treten aktuell tatsächlich noch für die Hutkasse auf, was ihre Nutznießer, die wachsende Zuhörerschaft, kaum noch glauben kann, füllen dabei jetzt schon die ganz große Bühne gekonnt aus.
Ob man die noch lange einfach so engagieren kann? Es gibt, typisch für Künstler, momentan nur eine Facebook-Seite und keine im Internet mit allem drum und dran, aber wer wirklich gute Musik vor Ort um die Ohren und seinen Zuhörern etwas richtig Gutes bieten will, bekommt hier ein z. Zt. einmaliges Sahnestück am Anfang einer Karriere geliefert, von der wir in dieser Besetzung und von jedem Einzelnen (u.a. Melf Torge Nonn, Sophie Kockler, Yannic Rösch, Finn Stamer, Felix Jedeck, Jonathan Hilger, Marlon Räker, Pay Bandik, Nonn, Rune Bahlo, Daniel Schierhorn) überzeugt sind und einfach nur immer mehr hören möchten. Prädikat: Unverzüglich hinrennen, wenn diese Band irgendwo auftritt. Facebook-Seite (beachten Sie bitte die dort geltenden Datenschutzregeln): Trail Ens.


50 Jahre ECM-Records. 1969 wurde das unabhängige Platten-Label von Michael Eicher, Manfred Scheffner und Karl Egger gegründet, und veröffentlichte seitdem unbeirrt zeitgenössischen Jazz und Klassik. Das 50-jährige Jubiläum haben wir nur knapp verpasst und schieben hiermit die wohlverdiente Würdigung hinterher, in angemessener 50-Jubiliäums-Form der Wiederauflage im November 2019 von "Free At Last" des legendären Mal Waldron Trios - Mal Wadron - Piano, Isla Eckinger - Bass und Clarence Becton am Schlagzeug - , das am 24. November 1969 bei ECM eingespielt wurde und am 1. Januar 1970 auf Vinyl als erstes ECM-Album überhaupt erschien (ECM 1001) - in der seltenen Widersprüchlichkeit gleichzeitig ein Easy-Listening-- wie ein atemberaubendes Meisterwerk. Wer das auf den Plattenteller legt, hat den angemessen Anfang für das Jahrzehnte 2020 aufgetischt.
Weitere Infos + Werbung, ECM: Free At Last - Mal Wadron Trio

Kino + DVD :

"Little Women" - neu verfilmt. Die u.a. als "Betty und ihre Schwestern", "Die vier Schwestern" bereits mehrfach auf die Leinwand gebrachte Coming-of-Age-Geschichte der March-Schwestern ist ein äußerst beliebter Filmstoff. An den 150 Jahre alten Stoff, nach dem Roman "Little Women" von Louisa May Alcott, der zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs spielt, traute sich nun Greta Gerwig ("Lady Bird") heran, verpasste ihrem Werk den Originaltitle "Little Woman" und punktete bei den Kritikern nicht nur mit geschicktem Zeitversatz und einer punktgenauen Landung bei der Besetzung mit Emma Watson, Saoirse Ronan, Florence Pugh und Eliza Scanlen als Schwestern und Laura Dern als Mutter Marmee. Das verspricht einen klugen, herzerwärmenden Filmabend im eiskalten Januar, ab 30. Januar 2020 in den deutschen Kinos, Filmseite, sonypictures.com: Littel Women


19. Juni 2019 - to be continued - Weitere Hör-, Lese- , Musik- und Film-Tipps folgen in Kürze auf diesem Sender...

------- Wirtschaftswetter-Tipps + Werbung Ende -------

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